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Methodisch-therapeutisches Vorgehen bei Dyskalkulie

Mein methodisch-therapeutischer Arbeitsansatz ergibt sich im Bereich der Dyskalkulie aus einer detaillierten Diagnostik der vorhandenen mathematischen Kenntnisse des Kindes. Es findet eine Subtestanalyse der Rechentests sowie eine genaue Fehleranalyse statt, um jene Stelle aufzuzeigen, an der das Kind bereits nicht mehr auf die Inhalte der Mathematik zurück greifen kann.

Die Therapie wird der Gesamtsituation angepasst in der sich das Kind befindet. Sie wird für jedes Kind individuell zusammengestellt und richtet sich nach Art und Schwere der vorliegenden Störungen sowie nach dem Entwicklungsstand der mathematischen Kompetenz und dem Alter des Kindes. Weiterhin wird das Vorliegen kombinierter weiterer Störungen berücksichtigt. Es werden vorwiegend die auffälligen Bereiche therapiert und eine Verknüpfungen mit bereits vorhandenen Fertigkeiten bzw. vorhandenem Verständnis angestrebt.

Analog zum hierarchischen Aufbau der mathematischen Kompetenzen wird mit der Therapie der Basiskompetenzen begonnen und in Richtung der komplexeren Bereiche fortgefahren.  In jedem Bereich wird auf der Ebene des konkreten Handelns bis hin zur symbolischen Darstellung gearbeitet, wobei auf jeder Ebene entsprechendes Material seinen Einsatz findet. Auf diese Weise lernen die Kinder, dass Zahlen nicht nur leere Symbole sind oder eine Position auf einem Zahlenstrahl einnehmen, sondern dass sie stellvertretend für eine Menge stehen und somit über einen semantischen Gehalt verfügen. Aus der Verbindung basaler und komplexer Fertigkeiten erwächst somit ein gefestigtes Zahlenverständnis beim Kind.

Ziel eines jeden Abschnittes ist eine auf Verständnis beruhende Automatisierung, ein sicherer Abruf von Faktenwissen und schließlich die Erhöhung der Geschwindigkeit der Rechenprozesse.

Um einen Transfer auf Ungeübtes zu gewährleisten, wird anhand von Textaufgaben überprüft, ob sich das Kind den im Text beschriebenen Sachverhalt als Handlung vorstellen und dann in eine mathematische Operation übertragen kann. Tempo und Ablauf sind auch hier von den individuellen Voraussetzungen des Kindes abhängig.

 

 

 
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M. Weinmann-Weber, Dipl.-Psychologin · Ludwig-Schwamb-Str. 9 · 67574 Osthofen · T 06241 9798064 · info@weinmann-weber.de